S’mores Brownie Bars mit Marshmallows und Kekskrümeln
Vor ein paar Wochen bin ich auf TikTok über ein Video gestolpert, das mich nicht mehr losgelassen hat: jemand zieht ein Stück Brownie auseinander, Marshmallows ziehen Fäden, Keksstücke krachen hörbar unter dem Messer. Ich habe das Video dreimal hintereinander geschaut – und dann sofort meine Küche in Beschlag genommen. Aber beim ersten Versuch ist mir genau das passiert, was fast jeden trifft.
Diese Brownie Bars kombinieren einen dichten, schokoladigen Teig mit geschmolzenen Marshmallows und knusprigen Butterkekskrümeln – alles in einer einzigen Backform. Zubereitungszeit: 10 Minuten, Backzeit: 25 Minuten. Keine Lagerfeuer, keine Spezialausrüstung, keine schwer auffindbaren Zutaten. Das Ergebnis ist ein Dessert mit drei klar unterscheidbaren Texturen in jedem Bissen.
Profi-Tipp
Der häufigste Fehler: die Marshmallows zu früh unter den Grill schieben, wenn die Brownies noch zu warm sind. Die Oberfläche ist dann weich, die Marshmallows sinken ein und verbrennen an den Rändern, bevor sie in der Mitte Farbe bekommen. Lösung: Lass die Brownies nach dem Backen exakt 8 Minuten bei Raumtemperatur ruhen, bevor du den Belag aufträgst. Die Oberfläche zieht leicht an – fest genug, um die Marshmallows zu tragen – und der Grill arbeitet dann gleichmäßig von oben.
Schokoladenchips (Zartbitter, 50–60 % Kakao) gibt es bei Rewe, Edeka oder Aldi im Backregal. Für die Kekskrümel eignen sich Leibniz-Butterkekse oder Digestive-Kekse hervorragend – sie haben dieselbe mürbe Textur wie Graham Crackers und sind überall erhältlich; 80 g entsprechen etwa 8 Butterkeksen. Mini-Marshmallows findest du im Süßwarenregal; wer keine findet, schneidet große Marshmallows einfach in Viertel.
S’mores Brownie Bars mit Marshmallows und Kekskrümeln
16
Portionen10
minutes25
minutes408
kcal8
minutes43
minutesZutaten
115 g Butter
340 g Zartbitter-Schokoladenchips (50–60 % Kakao)
3 Eier (Größe M)
1 EL Vanilleextrakt
200 g Zucker
155 g Weizenmehl Type 405
1 Prise Natron
1 TL gemahlener Zimt
150 g Zartbitterschokolade (zum Hacken, aufgeteilt)
280 g Mini-Marshmallows
80 g Butterkekse (z. B. Leibniz, ca. 8 Stück), grob zerbrochen
Zubereitung
- Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, eine 23 × 33 cm Backform einfetten. Eine Backform aus Metall leitet Hitze gleichmäßiger als Glas – das gibt einen gleichmäßig gegarten Boden.
- Butter und Schokoladenchips in einer mikrowellenfesten Schüssel schmelzen. Immer in 30-Sekunden-Intervallen erhitzen und zwischendurch rühren – sobald die Masse glatt und glänzend ist und keinen Klumpen mehr zeigt, sofort stoppen.
- Eier und Vanilleextrakt in die leicht abgekühlte Schokoladenmasse einrühren. Die Masse sollte sich warm, aber nicht heiß anfühlen – unter 60 °C – sonst stocken die Eier sofort.
- Zucker, Mehl, Natron und Zimt unterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht überrühren: sobald keine trockenen Streifen mehr sichtbar sind, aufhören – sonst werden die Bars zäh statt fudgy.
- Die Hälfte der gehackten Schokolade unter den Teig heben, in die Form gießen und glattstreichen. Der Teig ist dickflüssig und zieht langsam in die Ecken – mit einem Teigschaber nachhelfen.
- 25 Minuten backen, bis ein Holzstäbchen in der Mitte sauber herauskommt. Ein leichter Widerstand beim Herausziehen ist normal – ein paar feuchte Krümel sind okay, flüssiger Teig nicht.
- 8 Minuten ruhen lassen, dann Marshmallows, restliche Schokoladenstücke und Kekskrümel gleichmäßig verteilen. Die Oberfläche sollte sich beim leichten Antippen fest anfühlen – das ist das Zeichen, dass der Belag nicht einsinkt.
- 2–3 Minuten unter dem Backofengrill (Oberhitze, 220 °C) bräunen. Sobald die Marshmallows goldbraun gefleckt sind und ein leichtes Röstaroma zu riechen ist, sofort herausnehmen – sie brennen in Sekunden an.
- Vollständig abkühlen lassen, dann in 16 Stücke schneiden. Ein in heißes Wasser getauchtes Messer – abgetrocknet – schneidet sauber durch die klebrige Schicht.
Varianten
Wer es intensiver mag, ersetzt die Zartbitterschokolade durch eine 70-%-Variante – der leicht bittere Abgang balanciert die Süße der Marshmallows gut aus. Für eine milchfreie Version: pflanzliche Butter und Hafermilch-Schokolade funktionieren in diesem Teig problemlos, und vegane Marshmallows (ohne Gelatine) sind in gut sortierten Bioläden erhältlich.
Beilagen
Eine Kugel Vanilleeis direkt auf das noch warme Stück gesetzt schmilzt in die Risse und verstärkt den Kontrast zwischen warm und kalt. Geschlagene Sahne (ungesüßt) dämpft die Süße und lässt die Schokoladennote klarer hervortreten. Wer es einfach hält: ein starker Espresso daneben – kein Zucker, keine Milch.
FAQ
Wie lange sind die Brownie Bars haltbar?
In einer luftdichten Dose im Kühlschrank halten sie sich bis zu 4 Tage. Zum Aufwärmen reichen 20 Sekunden in der Mikrowelle – die Marshmallows werden wieder weich und ziehen erneut Fäden.
Kann ich den Teig vorbereiten?
Ja. Den fertig gemischten Teig abgedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank lagern, dann direkt in die Form geben und backen – die Backzeit verlängert sich um etwa 3 Minuten. Den Belag aus Marshmallows und Keksen immer erst kurz vor dem Servieren aufbringen.
Was tun, wenn die Marshmallows beim Grillen ungleichmäßig bräunen?
Das passiert, wenn die Form nicht mittig im Ofen steht oder der Grill ungleichmäßig heizt. Nach 1,5 Minuten die Form einmal um 180° drehen. Manche schwören darauf, stattdessen einen Küchenbrenner zu verwenden – damit lässt sich jeder Marshmallow einzeln kontrollieren, was bei größeren Stücken ganz andere Möglichkeiten eröffnet.