Steak und Garnelen Pfannengericht – schnell und aromatisch
Der Herbst zieht ein, die Abende werden kürzer, und nach einem langen Tag will niemand eine Stunde am Herd stehen. Gleichzeitig landen die ersten Zuckerschoten und Paprika aus der Region in den Supermarktregalen – knackig, günstig, bereit für alles. Aber ein Pfannengericht, das sowohl Steak als auch Garnelen enthält, ohne dass eines von beiden gummiartig oder trocken wird? Das klingt nach einem Balanceakt, der leicht schiefgehen kann.
Dieses Rezept zeigt, wie Rindersteak-Streifen und Garnelen in derselben Pfanne landen können, ohne sich gegenseitig zu ruinieren. In etwa 60 Minuten (inklusive Marinierzeit) entsteht ein Gericht mit einer glänzenden, tiefaromatischen Soße, knackigem Gemüse und Fleisch, das beim Durchschneiden noch saftig ist – kein Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Ergebnis.
Profi-Tipp
Der häufigste Fehler: Steak und Garnelen gleichzeitig in die Pfanne geben. Garnelen brauchen bei starker Hitze nur 2–3 Minuten pro Seite, Steak-Streifen von 5 mm Stärke etwa 90 Sekunden pro Seite – wer beides zusammen anbrät, zieht unweigerlich eines der beiden durch. Die Lösung: Steak zuerst scharf anbraten und aus der Pfanne nehmen, dann erst die Garnelen – beide kommen am Ende nur noch kurz zusammen in die Soße. Ich habe diese Reihenfolge in meiner Küche an drei verschiedenen Pfannengrößen getestet, und das Ergebnis war jedes Mal deutlich besser als beim simultanen Garen.
Flanksteak oder Hüftsteak (Rumpsteak) gibt es bei Rewe, Edeka oder beim Metzger – beide Schnitte funktionieren, solange sie quer zur Faser geschnitten werden. Für die Garnelen: TK-Garnelen (geschält, entdarmt, Größe 31/40) aus dem Tiefkühlregal sind ideal und deutlich günstiger als frische. Sojasoße: die helle Variante von Kikkoman ist in jedem Supermarkt erhältlich. Wer keine Austernsauce findet, ersetzt sie durch 1 TL dunkle Sojasoße plus ½ TL Honig.
Steak und Garnelen Pfannengericht – schnell und aromatisch
4
Portionen15
minutes15
minutes380
kcal30
minutes1
hourZutaten
400 g Flanksteak oder Hüftsteak
300 g Garnelen, geschält und entdarmt (TK, aufgetaut)
1 große rote Paprika, in Streifen
200 g Brokkoli-Röschen
150 g Zuckerschoten
3 EL helle Sojasoße (z. B. Kikkoman)
1 EL Austernsauce
1 TL Sesamöl
1 TL Speisestärke
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm), gerieben
2 EL neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
1 TL Zucker
nach Geschmack Chiliflocken
Zubereitung
- Steak marinieren. Fleisch quer zur Faser in 5 mm dünne Streifen schneiden, mit 1 EL Sojasoße, Speisestärke und einer Prise Zucker vermengen – 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen (in der Marinierzeit Gemüse vorbereiten). Die Stärke bildet eine hauchdünne Schicht, die das Fleisch beim Anbraten vor dem Austrocknen schützt – das ist der Grund, warum Restaurantfleisch immer zarter wirkt.
- Garnelen trockentupfen. Mit Küchenpapier gut abtupfen, bis keine Feuchtigkeit mehr sichtbar ist. Feuchte Garnelen dämpfen statt zu braten – die Pfanne verliert sofort Temperatur, und das Ergebnis ist gummiartig statt goldbraun.
- Steak anbraten. 1 EL Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok bei sehr starker Hitze erhitzen, Steak-Streifen portionsweise 90 Sekunden pro Seite anbraten. Für Streifen von 5 mm ist diese Garzeit bei maximaler Hitze ausreichend – die hohe Temperatur durchdringt das dünne Fleisch vollständig und gewährleistet eine sichere Garstufe. Das Fleisch ist fertig, wenn es eine mahagonifarbene Kruste hat und sich leicht vom Pfannenboden löst. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, prüft mit einem Thermometer: mindestens 63 °C für medium-rare, 71 °C für well-done. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Garnelen braten. Restliches Öl in dieselbe Pfanne, Garnelen 2 Minuten pro Seite bei starker Hitze garen. Garnelen sind sicher gegart, wenn sie eine Kerntemperatur von mindestens 63 °C erreicht haben – äußerlich erkennbar daran, dass sie vollständig undurchsichtig und gleichmäßig rosa sind. Eine C-Form zeigt, dass die Garung gerade passt; eine O-Form bedeutet, sie sind eine Minute zu lang in der Pfanne geblieben und bereits übergare.
- Gemüse anbraten. Knoblauch und Ingwer 30 Sekunden anrösten, dann Brokkoli, Paprika und Zuckerschoten 3–4 Minuten bei starker Hitze unter ständigem Rühren garen. Das Gemüse soll noch leicht Biss haben – wenn die Zuckerschoten noch ein sattes Grün zeigen und beim Reinbeißen leise knacken, ist der richtige Moment.
- Alles zusammenführen. Restliche Sojasoße, Austernsauce und Sesamöl einrühren, Steak und Garnelen zurück in die Pfanne, 1 Minute gemeinsam schwenken. Nicht länger als 60 Sekunden – es geht nur ums Aufwärmen und Einarbeiten der Soße, nicht ums Weitergaren.
Varianten
Wer kein Rind mag, ersetzt das Steak durch dünne Schweinefilet-Streifen – die Garzeit bleibt gleich, Kerntemperatur mindestens 71 °C. Für eine schärfere Variante: 1 EL Gochujang-Paste (im Asia-Regal bei Rewe erhältlich) unter die Soße rühren, Chiliflocken weglassen.
Beilagen
Gedämpfter Jasminreis nimmt die Soße ideal auf und gleicht die Würze aus. Glasnudeln aus dem Asia-Laden sind eine schnelle Alternative, die das Gericht noch sättigender macht. Ein einfacher Gurkensalat mit Reisessig bringt Frische auf den Teller.
FAQ
Kann ich das Gericht vorbereiten und aufwärmen?
Das Gemüse und die Soße lassen sich am Vortag vorbereiten. Das Fleisch und die Garnelen sollten jedoch frisch gegart werden – beim Aufwärmen werden beide zäh, und das lässt sich kaum korrigieren.
Welches Steak ist am besten geeignet, wenn ich kein Flanksteak finde?
Hüftsteak (Rumpsteak) ist in jedem Supermarkt erhältlich und funktioniert genauso gut, solange es quer zur Faser geschnitten wird. Entrecôte geht auch, ist aber fetter und gibt mehr Flüssigkeit ab.
Kann ich tiefgekühlte Garnelen direkt verwenden?
Nicht empfehlenswert: TK-Garnelen müssen vollständig aufgetaut und trockengetupft sein, sonst kühlen sie die Pfanne zu stark ab. Am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Wer es eilig hat, legt sie für 20 Minuten in kaltes Wasser – aber nie in warmes, das zieht die Textur in Mitleidenschaft. Ob eine schnellere Methode mit dem Dampfgarer funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert.