Knusprige mexikanische Buñuelos auf einem Teller, bestreut mit Zimtzucker, von oben fotografiert

Mexikanische Buñuelos – knusprige Zimtfladen aus der Pfanne

Letzten Dezember stand ich mit meiner Nachbarin Carmen in ihrer Küche – sie stammt aus Oaxaca und rollte Teigfladen so dünn aus, dass ich durch den Teig fast die Arbeitsplatte sehen konnte. Dreißig Sekunden im Öl, und der Fladen brach mit einem trockenen Knacken auseinander wie Karamell. Ich versuchte es noch am selben Abend zu Hause – und scheiterte zweimal kläglich, bevor ich verstand, woran es lag.

Mit diesem Rezept gelingen dir Buñuelos beim ersten Versuch: hauchdünne, splittrig-knusprige Teigfladen, die du mit Zimtzucker bestreust – fertig in unter einer Stunde. Kein exotisches Zubehör, keine schwer auffindbaren Zutaten, nur ein Nudelholz und eine Pfanne. Genau das, was an Weihnachten auf den Tisch gehört.

Profi-Tipp

Mexikanische Buñuelos – knusprige Zimtfladen aus der Pfanne — astuce chef

Der häufigste Fehler: den Teig zu früh ausrollen. Wer den Ruhezeit überspringt, kämpft gegen einen Teig, der sich wie ein Gummiband zusammenzieht – die Fladen werden dick und zäh statt hauchdünn. Der Teig braucht mindestens 30 Minuten Ruhe bei Raumtemperatur, damit das Gluten entspannt. Erst dann lässt er sich auf unter 2 mm ausrollen, ohne zurückzufedern. Nach meinen drei Testläufen war das der einzige Schritt, der wirklich den Unterschied machte.

Mehl Type 405 aus dem Supermarkt funktioniert einwandfrei. Für Vanille: Bourbon-Vanilleextrakt (z. B. von Dr. Oetker) ersetzt mexikanische Vanille problemlos. Zimtzucker gibt es fertig abgepackt bei Rewe, Edeka oder Migros – oder du mischst ihn selbst: 4 Teile Zucker auf 1 Teil Zimt. Neutrales Öl zum Frittieren (Sonnenblumen- oder Rapsöl) ist ideal.

Mexikanische Buñuelos – knusprige Zimtfladen aus der Pfanne

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Portionen

6

Portionen
Vorbereitung

20

minutes
Kochzeit

18

minutes
Kalorien

280

kcal
Ruhezeit

30

minutes
Gesamtzeit

1

hour 

8

minutes

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl Type 405, plus etwas mehr zum Ausrollen

  • 10 g Zucker

  • 3 g Salz

  • 4 g Backpulver

  • 45 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt

  • 1 Stück Ei (Größe M)

  • 1 TL Vanilleextrakt

  • 120 ml lauwarmes Wasser

  • 500 ml neutrales Öl zum Frittieren (Sonnenblumen- oder Rapsöl)

  • 60 g Zimtzucker (4 TL Zimt + 8 TL Zucker, gemischt)

Zubereitung

  • Mehl, Zucker, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel vermengen. Eine Mulde formen, dann Butter, Ei und Vanilleextrakt hineingeben und mit den Händen einarbeiten – der Teig wirkt zunächst krümelig, das ist richtig so. Das Wasser löffelweise zugeben und 3–4 Minuten kneten, bis ein glatter, nicht klebriger Ball entsteht.
  • Teig ruhen lassen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur rasten lassen. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar: Ohne Ruhezeit zieht sich der Teig beim Ausrollen sofort wieder zusammen.
  • Den Teig in 18 gleich große Kugeln teilen. Die Arbeitsfläche leicht bemehlen, jede Kugel zunächst mit der Handfläche flachdrücken, dann mit dem Nudelholz auf etwa 1–2 mm Dicke ausrollen. Den Fladen gegen das Licht halten – er sollte fast durchscheinend wirken, fast wie dünnes Papier.
  • Öl in einer großen Pfanne auf mittlere Hitze erhitzen. Ein Holzstäbchen ins Öl tauchen: Wenn sofort kleine Bläschen aufsteigen, ist die Temperatur (ca. 170–180 °C) erreicht. Ein Backblech mit Küchenpapier bereitstellen, um die fertigen Buñuelos abzulegen.
  • Buñuelos einzeln frittieren. Jeden Fladen etwa 30 Sekunden pro Seite frittieren, bis er eine gleichmäßige goldbraune Farbe annimmt. Sobald der Fladen im Öl leise zischt und sich die Ränder nach oben wölben, ist er bereit zum Wenden.
  • Sofort mit Zimtzucker bestreuen. Den Buñuelo direkt nach dem Herausnehmen auf das Küchenpapier legen und noch heiß mit Zimtzucker bestreuen. Nur auf dem heißen Fett haftet der Zimtzucker – wartet man zu lange, rieselt er einfach ab.

Varianten

Mexikanische Buñuelos – knusprige Zimtfladen aus der Pfanne — étape clé

Wer es herzhafter mag, serviert die Buñuelos mit einem Klecks saurer Sahne statt Zimtzucker – der Kontrast aus fettig-knusprig und säuerlich-kühl überrascht angenehm. Für eine winterliche Variante: einen einfachen Sirup aus 100 g braunem Rohrzucker, 100 ml Wasser und einer Zimtstange aufkochen und über die fertigen Fladen träufeln.

Beilagen

Heiße Trinkschokolade mit einer Prise Chili ist die klassische Begleitung – die Bitterkeit der Schokolade gleicht die Süße der Fladen aus. Starker Filterkaffee funktioniert genauso gut, besonders morgens zum Frühstück in der Weihnachtszeit. Ein Klecks Crème fraîche mit etwas Orangenabrieb bringt eine frische Note auf den Teller.

FAQ

Kann ich den Teig am Vorabend vorbereiten?

Ja – den Teig nach dem Kneten in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Ausrollen 20 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen, damit er wieder geschmeidig wird.

Warum reißen meine Buñuelos beim Ausrollen?

Meistens ist der Teig zu trocken oder wurde nicht lange genug geknetet. Einen Teelöffel Wasser einarbeiten und nochmals 2 Minuten kneten – der Teig sollte sich samtig anfühlen, nicht spröde.

Wie lange bleiben Buñuelos knusprig?

Mexikanische Buñuelos – knusprige Zimtfladen aus der Pfanne

Am besten noch am selben Tag essen – nach einigen Stunden verlieren sie ihre Knusprigkeit. Wer sie dennoch aufbewahren möchte, legt sie ungezuckert in eine offene Schachtel und bestreut sie erst kurz vor dem Servieren. Ob man sie auch im Ofen kurz aufknuspern kann, ohne dass der Teig leidet – das wäre einen Versuch wert.

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