Birnen-Frangipane-Tarte mit pochierten Birnenhälften auf goldgelbem Mandelbelag, in einer Tarteform mit Hebeboden

Birnen-Frangipane-Tarte – zart, nussig, mit pochierten Birnen

Die Märkte füllen sich mit festen Herbstbirnen, die Luft riecht nach feuchtem Laub, und der Ofen läuft wieder öfter. Genau jetzt ist die Saison, in der ein schlichter Obstkuchen zu wenig ist – aber ein aufwändiges Törtchen zu viel. Das Problem: Die meisten Birnen-Rezepte enden entweder matschig oder geschmacklos. Es geht aber auch anders.

Diese Tarte liefert eine knusprige Mürbeteigbasis, eine saftige Mandelcreme mit leichtem Biss und pochierte Birnen, die ihre Form behalten. Backzeit: 45 Minuten. Zutaten aus jedem gut sortierten Supermarkt. Das Ergebnis hält zwei Tage frisch – und schmeckt am zweiten Tag noch besser als am ersten.

Profi-Tipp

Birnen-Frangipane-Tarte – zart, nussig, mit pochierten Birnen — astuce chef

Fehler, den viele machen: Die Mandelcreme wird direkt in die ungebackene Schale gegossen – der Boden bleibt dann speckig und roh. Lösung: Den Tarteboden 15 bis 18 Minuten vorbacken, bis er sich trocken anfühlt, wenn man mit dem Finger leicht daraufdrückt. Erst dann die Mandelcreme einfüllen. Ich habe diese Tarte in drei Varianten getestet – nur die vorgebackene Schale gibt dem Ganzen die nötige Stabilität, ohne dass die Creme austrocknet.

Mandelmehl (grob gemahlen, nicht blanchiert) gibt der Creme mehr Textur als feines Mandelmehl – beides ist bei Rewe, Edeka oder im Bioladen erhältlich. Für die Birnen: Conference oder Williams sind ideal, da sie beim Pochieren fest bleiben. Vanillepaste findet sich im Backregal; alternativ tut es das Mark einer halben Schote. Puderzucker aus dem Haushalt funktioniert für den Teig einwandfrei.

Birnen-Frangipane-Tarte – zart, nussig, mit pochierten Birnen

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Portionen

8

Portionen
Vorbereitung

40

minutes
Kochzeit

45

minutes
Kalorien

480

kcal
Ruhezeit

2

hours 
Gesamtzeit

3

hours 

25

minutes

Zutaten

  • 125 g weiche Butter (ungesalzen), für den Teig

  • 80 g Puderzucker, gesiebt

  • 1 Ei (M), Zimmertemperatur

  • 30 g Mandelmehl (grob gemahlen)

  • 200 g Weizenmehl Type 405

  • 1 Prise feines Salz

  • 100 g weiche Butter (ungesalzen), für die Mandelcreme

  • 100 g feiner Zucker (z. B. Backzucker)

  • 2 Eier (M), Zimmertemperatur

  • 100 g Mandelmehl (grob gemahlen)

  • 1 TL Vanillepaste

  • 4 feste Birnen (z. B. Conference), geschält und halbiert

  • 500 ml Wasser

  • 100 g Zucker

  • 2 EL Zitronensaft

  • 1 TL Vanillepaste

Zubereitung

  • Teig herstellen. Butter und Puderzucker cremig rühren, Ei, Mandelmehl, Mehl und Salz nacheinander einarbeiten – nur so lange mischen, bis der Teig gerade zusammenkommt. Zu langes Kneten macht den Teig zäh: Sobald keine trockenen Mehlreste mehr sichtbar sind, sofort aufhören.
  • Teig flach drücken, zwischen zwei Bögen Backpapier auf 4 mm ausrollen und mindestens 60 Minuten kalt stellen. Der Teig muss beim Anfassen fest und leicht ledrig wirken – dann lässt er sich ohne Risse in die Form legen.
  • Birnen pochieren. Wasser, Zucker, Zitronensaft und Vanillepaste aufkochen, Birnenhälften einlegen und 12 bis 15 Minuten bei schwacher Hitze garen. Die Birnen sind fertig, wenn ein Messer ohne Widerstand einsticht – sie sollen weich, aber nicht zerfallen sein. Abtropfen lassen und vollständig abkühlen.
  • Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig in eine 24-cm-Tarteform mit Hebeboden legen, andrücken, überstehende Ränder abschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen, dann 15 bis 18 Minuten vorbacken – er soll sich trocken anfühlen, aber noch blass bleiben.
  • Mandelcreme rühren. Butter und Zucker schaumig schlagen, Eier einzeln einrühren, Mandelmehl und Vanillepaste unterheben. Die fertige Creme riecht nach frisch gerösteten Mandeln und hat eine leicht körnige, aber streichfähige Konsistenz – das ist richtig so.
  • Mandelcreme in den vorgebackenen Boden füllen, glatt streichen. Birnenhälften fächerförmig eindrücken. Die Birnen nur leicht eindrücken – sie sinken beim Backen von selbst ein.
  • Bei 170 °C 40 bis 45 Minuten backen, bis die Mandelcreme goldbraun und in der Mitte fest ist. Die Oberfläche soll eine gleichmäßige haselnussbraune Farbe haben und beim Antippen nicht mehr nachgeben – dann ist die Tarte durch.
  • Vollständig abkühlen lassen, bevor die Tarte aus der Form gelöst wird. Mindestens 30 Minuten warten – die Mandelcreme braucht diese Zeit, um sich zu setzen und sauber schneidbar zu werden.

Varianten

Birnen-Frangipane-Tarte – zart, nussig, mit pochierten Birnen — étape clé

Wer keine Birnen zur Hand hat, kann gut abgetropfte Birnen aus der Dose (ohne Zuckerzusatz) verwenden – Kochzeit für das Pochieren entfällt. Für eine nussigere Note lässt sich die Hälfte des Mandelmehls durch gemahlene Haselnüsse ersetzen, die im Herbst regional und günstig erhältlich sind.

Beilagen

Ein Löffel ungesüßte Crème fraîche mildert die Süße der Mandelcreme und setzt einen frischen Kontrapunkt. Lauwarm serviert passt die Tarte gut zu einer Kugel Vanilleeis. Für ein einfacheres Setting reicht ein kräftiger Schwarztee, der die Nussaromen betont.

FAQ

Welche Birnensorte eignet sich am besten?

Conference-Birnen sind die zuverlässigste Wahl: Sie bleiben beim Pochieren und Backen fest und behalten ihre Form. Williams-Birnen funktionieren ebenfalls gut, werden aber etwas weicher – das ist Geschmackssache.

Kann ich den Teig und die Birnen am Vortag vorbereiten?

Ja, beides lässt sich problemlos 24 Stunden im Voraus machen. Den ausgerollten Teig in der Form abgedeckt im Kühlschrank lagern, die pochierten Birnen in etwas Sirup eingetaucht aufbewahren – so bleiben sie saftig.

Kann ich die Tarte einfrieren?

Birnen-Frangipane-Tarte – zart, nussig, mit pochierten Birnen

Die fertig gebackene Tarte lässt sich bis zu einem Monat einfrieren, am besten in Scheiben verpackt. Nach dem Auftauen kurz bei 150 °C aufwärmen – die Kruste wird dabei wieder knuspriger. Ob die Mandelcreme beim Einfrieren ihre Textur vollständig behält oder leicht kompakter wird, hängt vom genauen Mandelmehl ab.

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