Cannoli-Kekse mit Ricotta-Creme und Mini-Schokosplittern auf einem Holzbrett

Cannoli-Kekse mit Ricotta-Creme und Schokosplittern

Vor ein paar Wochen bin ich auf Instagram über ein Video gestolpert, das mich nicht losgelassen hat: jemand drückt eine Ricotta-Creme auf kleine Kekse, streut Schokosplitter drüber – fertig. Kein Frittieren, kein Cannoli-Rohr, keine Konditorei. Ich habe sofort die Küche eingeschmissen, um es selbst auszuprobieren. Aber dann kam die Frage, die mich beim ersten Versuch fast gestoppt hätte: Wird die Creme wirklich fest genug, oder läuft alles davon?

Diese Kekse liefern das typische Cannoli-Gefühl – mürber Mandelteig, seidige Ricotta-Creme, Schokosplitter – in unter 35 Minuten. Kein Frittieren, keine Spezialformen. Die Zutaten gibt es im Supermarkt, und die Creme hält ihre Form, wenn man einen Schritt beachtet.

Profi-Tipp

Cannoli-Kekse mit Ricotta-Creme und Schokosplittern — astuce chef

Der häufigste Fehler: die Ricotta direkt aus dem Kühlschrank in die Creme rühren. Ricotta aus dem Kühlschrank enthält zu viel freie Flüssigkeit – die Creme wird wässrig und hält keine Form. Lösung: Ricotta mindestens 15 Minuten vor der Verarbeitung in einem feinen Sieb abtropfen lassen. In meiner Küche hat dieser eine Schritt den Unterschied zwischen einer Creme, die wegläuft, und einer gemacht, die sauber auf dem Keks sitzt.

Ricotta gibt es in jedem größeren Supermarkt im Kühlregal, oft von Galbani oder als Eigenmarke. Unbedingt Vollfett-Ricotta nehmen – die fettreduzierte Variante enthält mehr Wasser und macht die Creme instabil. Mini-Schokosplitter findet man in der Backzutaten-Abteilung; wer keine findet, hackt einfach eine dunkle Tafelschokolade (70 %) grob klein.

Cannoli-Kekse mit Ricotta-Creme und Schokosplittern

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Portionen

9

Portionen
Vorbereitung

20

minutes
Kochzeit

10

minutes
Kalorien

395

kcal
Ruhezeit

15

minutes
Gesamtzeit

45

minutes

Zutaten

  • 155 g Mehl (Type 405)

  • 1 TL Backpulver

  • 1 Prise Salz

  • 115 g Butter, zimmerwarm

  • 65 g Zucker

  • 1 Stück Ei (Größe M)

  • 1 TL Vanilleextrakt

  • 1/4 TL Mandelaroma (Extrakt, kein Mandelöl)

  • 120 ml Schlagsahne (mind. 30 % Fett)

  • 185 g Ricotta (Vollfett), abgetropft

  • 60 g Puderzucker

  • 1/2 TL Vanilleextrakt (für die Creme)

  • 50 g Mini-Schokosplitter (Zartbitter)

Zubereitung

  • Ricotta abtropfen lassen. 15 Minuten in einem feinen Sieb – so verschwindet die überschüssige Molke, die die Creme später wässrig machen würde.
  • Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen – so lösen sich die Kekse rückstandslos.
  • Butter und Zucker cremig rühren. Die Mischung muss hell und fast fluffig wirken – etwa 3 Minuten mit dem Handmixer, das schafft die Grundstruktur für einen zarten Keks.
  • Ei, Vanilleextrakt und Mandelaroma einrühren. Der Teig riecht jetzt deutlich nach Marzipan – das ist das Zeichen, dass das Mandelaroma richtig eingearbeitet ist.
  • Mehl, Backpulver und Salz unterheben. Nur so lange rühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist – zu langes Rühren macht die Kekse zäh.
  • Je ca. 1,5 EL Teig auf das Blech setzen und leicht flachdrücken. Genug Abstand lassen – die Kekse laufen beim Backen etwas auseinander.
  • 10 Minuten backen. Die Ränder sind goldgelb, die Mitte wirkt noch weich – das ist richtig so, sie festigen sich beim Abkühlen vollständig.
  • Kekse auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Mindestens 15 Minuten warten – auf einem warmen Keks schmilzt die Ricotta-Creme sofort weg.
  • Sahne steif schlagen, dann Ricotta, Puderzucker und Vanille unterheben. Die Creme muss Spitzen ziehen und glänzend aussehen – dann hält sie sicher auf dem Keks.
  • Creme auf die Kekse streichen oder spritzen, mit Mini-Schokosplittern bestreuen. Sofort servieren oder bis zu 2 Tage im Kühlschrank in einer geschlossenen Dose aufbewahren.

Varianten

Cannoli-Kekse mit Ricotta-Creme und Schokosplittern — étape clé

Für eine Pistazienvariante 40 g fein gehackte Pistazien unter die Ricotta-Creme heben – der nussige Biss passt gut zum Mandelteig. Wer es fruchtig mag, reibt die Schale einer unbehandelten Orange in den Teig: das gibt eine leichte Zitrusnote, die die Süße der Creme ausbalanciert.

Beilagen

Ein kleiner Espresso oder ein starker Filterkaffee schneidet die Süße der Creme sauber ab. Ein Glas Prosecco funktioniert überraschend gut als Abendvariante. Wer die Kekse auf einem Dessertteller anrichtet, ergänzt sie gut mit frischen Himbeeren.

FAQ

Kann ich die Ricotta-Creme am Vortag vorbereiten?

Ja, die Creme hält sich abgedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank. Falls sie sich leicht trennt, kurz mit dem Handmixer aufschlagen – dann ist sie wieder streichfähig.

Kann ich die fertigen Kekse einfrieren?

Nur die unbedeckten Kekse einfrieren, mit Backpapier zwischen den Lagen. Die Ricotta-Creme verträgt das Einfrieren nicht – sie wird nach dem Auftauen körnig und verliert ihre Textur. Nach dem Auftauen frisch aufstreichen.

Was tun, wenn ich kein Mandelaroma finde?

Mandelaroma (Extrakt) gibt es in der Backzutaten-Abteilung, oft neben Vanilleextrakt. Wer keines findet, kann 30 g fein gemahlene Mandeln in den Teig mischen – der Geschmack ist milder, aber die Textur wird dadurch leicht anders. Ob das auch mit Amaretto funktioniert?

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