Teller mit Hähnchen-Pesto-Pasta, Farfalle in cremiger Basilikumsauce mit Kirschtomaten und geriebenem Parmesan

Hähnchen-Pesto-Pasta mit cremiger Basilikumsauce

Es war ein Dienstagabend im Oktober, ich stand mit einem halben Bund Basilikum vor dem Kühlschrank, der kurz vor dem Welken war. Ich hatte noch Hähnchenschenkel, eine Handvoll Kirschtomaten und Farfalle im Schrank — aber keine Lust auf ein weiteres schnelles Nudelgericht ohne Seele. Ich habe trotzdem angefangen. Und dann ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hatte.

Dieses Rezept liefert eine sämige, aromatische Pestosauce, die durch das Anbraten des Hähnchens direkt in der Pfanne eine Tiefe bekommt, die man sonst nur mit stundenlang köchelnder Brühe erreicht. Fertig in unter 30 Minuten, mit Zutaten aus jedem gut sortierten Supermarkt — kein Spezialgeschäft, kein Aufwand.

Profi-Tipp

Hähnchen-Pesto-Pasta mit cremiger Basilikumsauce — astuce chef

Der häufigste Fehler bei Pesto-Pasta: die Sauce direkt mit dem Pesto aufkochen. Dabei verliert Basilikumpesto seinen frischen, leicht bitteren Eigengeschmack und wird flach und grasig. Die Lösung: Pesto erst vom Herd nehmen, wenn die Sahnemischung auf etwa 80 °C abgekühlt ist — also kurz nachdem man die Pfanne von der Flamme gezogen hat. So bindet das Pesto die Sauce, ohne zu oxidieren, und das Aroma bleibt präsent.

Fertiges Basilikumpesto gibt es bei Rewe, Edeka oder Lidl in der Kühltheke (z. B. Barilla Pesto Genovese frisch oder die Eigenmarken). Wer keine Sahne möchte: eine Mischung aus 100 ml Sahne und 100 ml Vollmilch funktioniert genauso und macht die Sauce etwas leichter. Farfalle lässt sich problemlos durch Penne oder Fusilli ersetzen.

Hähnchen-Pesto-Pasta mit cremiger Basilikumsauce

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Portionen

4

Portionen
Vorbereitung

10

minutes
Kochzeit

20

minutes
Kalorien

610

kcal
Ruhezeit

5

minutes
Gesamtzeit

35

minutes

Zutaten

  • 600 g Hähnchenschenkel oder -brust, ohne Knochen, in kleine Würfel geschnitten

  • 400 g Farfalle (oder Penne)

  • 1 mittelgroße Zucchini, in Halbmonde geschnitten

  • 200 g Kirschtomaten, halbiert

  • 120 g Basilikumpesto (frisch aus der Kühltheke oder selbst gemacht)

  • 150 ml Schlagsahne (oder 75 ml Sahne + 75 ml Vollmilch)

  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt

  • 60 g Parmesan, frisch gerieben

  • 1 EL Zitronensaft

  • 2 EL Olivenöl

  • 1 TL Salz

  • 0.5 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

  • 1 kleine Handvoll frische Basilikumblätter zum Servieren (optional)

Zubereitung

  • Pasta kochen. Die Farfalle in reichlich gesalzenem Wasser nach Packungsangabe al dente garen — 150 ml Kochwasser vor dem Abgießen abschöpfen und beiseite stellen. Das stärkehaltige Kochwasser ist später der Schlüssel, um die Sauce bei Bedarf zu verlängern, ohne sie zu verwässern.
  • Hähnchen anbraten. Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen, Hähnchenwürfel mit Salz und Pfeffer würzen und 5–6 Minuten braten, bis die Kerntemperatur 74 °C erreicht. Die Würfel sollten goldbraun und leicht knusprig klingen, wenn sie die Pfanne berühren — dieses Zischen zeigt, dass die Maillard-Reaktion läuft und Röstaromen entstehen.
  • Gemüse dazugeben. Zucchini und Knoblauch in die Pfanne geben, 2–3 Minuten mitbraten, dann Kirschtomaten hinzufügen und 1 weitere Minute rühren. Die Tomaten sollen leicht weich werden, aber ihre Form behalten — sie geben der Sauce eine natürliche Süße.
  • Sauce aufbauen. Sahne angießen, Zitronensaft dazugeben und alles bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten einköcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt. Die Sauce sollte den Löffel dünn überziehen — zieht man einen Finger durch, bleibt eine saubere Linie.
  • Pesto einrühren. Pfanne vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen, dann das Pesto unterrühren. Nie kochen lassen nach dem Pesto-Zugeben: das Basiliumaroma bleibt so frisch und leicht süßlich, statt bitter zu werden.
  • Pasta einarbeiten. Abgetropfte Farfalle in die Pfanne geben, Parmesan darüber streuen und alles vorsichtig vermengen. Wer die Sauce zu dick findet, gibt löffelweise Kochwasser dazu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • 5 Minuten ruhen lassen. Pfanne abgedeckt beiseite stellen, dann mit frischem Basilikum servieren. Diese kurze Ruhezeit lässt die Pasta die Sauce aufnehmen — das Ergebnis ist deutlich aromatischer als direkt vom Herd.

Varianten

Hähnchen-Pesto-Pasta mit cremiger Basilikumsauce — étape clé

Wer kein Hähnchen möchte, ersetzt es durch 400 g Garnelen — 2–3 Minuten pro Seite anbraten reicht. Für eine vegetarische Version einfach das Fleisch weglassen und stattdessen 200 g Champignons mit dem Gemüse mitbraten: die Umami-Tiefe bleibt erhalten.

Beilagen

Ein knuspriges Ciabatta vom Vortag, kurz im Ofen aufgebacken, nimmt die Sauce perfekt auf. Ein einfacher Rucola-Salat mit Zitronendressing setzt einen frischen Kontrast zur cremigen Pasta. Ein gekühlter Weißwein mit guter Säure — etwa ein Grüner Veltliner — rundet das Gericht ab.

FAQ

Kann ich die Pestosauce im Voraus zubereiten?

Ja, die Sahne-Pesto-Basis lässt sich bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen unbedingt bei niedriger Hitze vorgehen und das Pesto erst nach dem Erwärmen der Sahne einrühren, damit das Aroma erhalten bleibt.

Wie bewahre ich Reste auf?

In einem luftdichten Behälter hält sich die Pasta bis zu 2 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen in der Pfanne einen Schuss Wasser oder Milch dazugeben, damit die Sauce wieder geschmeidig wird.

Funktioniert das Rezept auch mit selbst gemachtem Pesto?

Hähnchen-Pesto-Pasta mit cremiger Basilikumsauce

Absolut — und der Unterschied ist deutlich spürbar. Selbst gemachtes Basilikumpesto hat ein helleres, leicht pfeffriges Aroma, das durch die Sahne besonders schön zur Geltung kommt. Wer einmal damit gekocht hat, fragt sich unweigerlich, ob sich das auch mit anderen Kräutern lohnt.

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