Blaue Monster-Cookies mit Schokoladenkern
Wer in Deutschland aufgewachsen ist, kennt das Gefühl: Samstagnachmittag, Kindersendung, und dieses blaue Fellmonster, das Kekse in sich hineinstopft, als gäbe es kein Morgen. Diese Cookies nehmen genau das wörtlich – Keksteig, der Keksstücke enthält, mit einem flüssigen Schokoladenkern in der Mitte. Klingt nach zu viel? Genau das ist der Punkt.
Du bekommst ein Rezept, das auf Anhieb funktioniert: ein weicher, blau gefärbter Teig voller Schokochips und gehackter Kekse, mit einem echten Schokoladenkern, der beim Aufbrechen herausläuft. Keine Backerfahrung nötig, alle Zutaten im Supermarkt erhältlich, fertig in unter 45 Minuten.
Profi-Tipp
Der häufigste Fehler: Schokoladenchips für die Füllung verwenden. Chips sind so formuliert, dass sie beim Backen ihre Form behalten – der Kern bleibt fest und trocken statt cremig. Die Lösung: Schokoladenkuvertüre in Scheiben oder grob gehackte Tafelschokolade (z. B. Milka Vollmilch, in 1-cm-Stücke geschnitten) verwenden. Diese schmilzt bei 180 °C gleichmäßig durch und ergibt den typischen flüssigen Kern. Ich habe drei Versionen getestet – nur die Tafelschokolade hat jedes Mal funktioniert.
Blaue Lebensmittelfarbe (Gel oder flüssig) gibt es bei dm, Müller oder im Backregal von Rewe und Edeka. Für die Füllung: Milka Vollmilch oder Lindt Vollmilch in Stücke hacken. Oreos sind überall erhältlich; als zweite Kekssorte eignen sich Choco Leibniz Minis oder Chips Ahoy, die in größeren Supermärkten zu finden sind.
Blaue Monster-Cookies mit Schokoladenkern
12
Portionen20
minutes12
minutes480
kcal10
minutes42
minutesZutaten
230 g weiche Butter (zimmerwarm)
150 g brauner Zucker
100 g weißer Zucker
2 große Eier
2 TL Vanilleextrakt
1 TL Salz
1 TL Backpulver
300 g Mehl (Type 405)
2-3 TL blaue Lebensmittelfarbe (Gel bevorzugt)
100 g Zartbitterschokoladenchips
80 g weiße Schokoladenchips
6 Stück Oreos, grob gehackt
6 Stück Choco Leibniz Minis oder ähnliche knusprige Schokokekse, grob gehackt
150 g Vollmilchschokolade (Tafel), in 1-cm-Stücke gehackt – für die Füllung
Zubereitung
- Butter und beide Zuckersorten 1 Minute cremig rühren. Die Masse soll heller werden und leicht nach Karamell riechen – das ist das Zeichen, dass der Zucker sich auflöst.
- Eier und Vanilleextrakt zugeben, 3 Minuten auf mittlerer Stufe schlagen. Die Masse soll deutlich an Volumen zunehmen und fast weiß wirken – kein Abkürzen hier.
- Blaue Lebensmittelfarbe einrühren. Solange rühren, bis die Farbe gleichmäßig verteilt ist und kein weißer Streifen mehr sichtbar bleibt.
- Mehl, Salz und Backpulver untermischen. Nur so lange rühren, bis keine Mehlstreifen mehr zu sehen sind – Überkneten macht den Teig zäh.
- Schokochips und gehackte Keksstücke unterheben. Mit einem Teigschaber falten, nicht mit dem Mixer – so bleiben die Keksstücke grob und knusprig.
- Je 2 EL Teig flachdrücken, 3-4 Stücke Tafelschokolade in die Mitte legen, mit weiteren 2 EL Teig abdecken und fest verschließen. Die Naht wirklich gut zusammendrücken – ein offener Rand lässt die Schokolade beim Backen herauslaufen.
- Kugeln mit Keksstücken und Schokochips bestreuen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen (max. 6 pro Blech). Mindestens 6 cm Abstand lassen – die Cookies laufen beim Backen deutlich auseinander.
- Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten backen. Die Ränder sollen fest und leicht golden sein, die Mitte noch weich und glänzend aussehen – sie zieht beim Abkühlen nach.
- 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Gitter setzen. Wer runde Cookies möchte: direkt nach dem Backen ein großes Glas kreisförmig um den Cookie drehen, solange er noch heiß ist.
Varianten
Vegane Version: Butter durch vegane Margarine (z. B. Alsan) und Eier durch je 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser ersetzen – der Teig wird etwas fester, der Kern bleibt cremig. Nuss-Variante: Die Hälfte der Keksstücke durch gehackte geröstete Haselnüsse ersetzen für mehr Biss und ein leicht nussiges Aroma.
Beilagen
Ein Glas kalte Vollmilch ist der direkteste Kontrast zur Süße der Cookies. Eine Kugel Vanilleeis daneben verwandelt das Ganze in ein vollständiges Dessert. Wer es weniger süß mag, reicht dazu einen ungesüßten Espresso.
FAQ
Kann ich den Teig vorbereiten und einfrieren?
Ja. Die geformten, ungefüllten oder gefüllten Kugeln lassen sich bis zu 3 Monate eingefroren aufbewahren. Direkt aus dem Gefrierfach backen – einfach 2–3 Minuten Backzeit dazurechnen.
Warum verliert mein Teig die blaue Farbe beim Backen?
Flüssige Lebensmittelfarbe verblasst bei Hitze schneller als Gelfarbe. Gelfarbe (z. B. von Wilton oder Squires, online erhältlich) gibt eine stabilere, kräftigere Farbe – und du brauchst weniger davon.
Kann ich statt Oreos andere Kekse verwenden?
Absolut – jeder knusprige Schokokeks funktioniert. Butterkekse geben eine weniger intensive Schokoladennote, aber eine interessante butterige Süße. Wer es noch knuspriger mag, könnte auch Spekulatius ausprobieren – ob das mit dem Schokoladenkern harmoniert, ist eine offene Frage.