Cremige Tomaten-Tortellini-Suppe – fertig in 30 Minuten
Letzten Oktober stand ich um 18:30 Uhr in der Küche, draußen regnete es, und ich hatte exakt nichts Geplantes für das Abendessen. Im Tiefkühler: eine Packung Käse-Tortellini. Im Schrank: Dosentomatensuppe, Gemüsebrühe, getrocknete Tomaten. Ich habe einfach alles in einen Topf geworfen – und was daraus wurde, hat mich ehrlich überrascht.
Diese Suppe ist in 30 Minuten auf dem Tisch, braucht keine ausgefallenen Zutaten und schmeckt deutlich runder als eine gewöhnliche Tomatensuppe. Die Tortellini machen sie sättigend genug für ein vollständiges Abendessen – ohne Fleisch, ohne Aufwand. Nach drei Testdurchläufen in meiner Küche ist das Verhältnis von Brühe zu Sahne jetzt genau richtig.
Profi-Tipp
Der häufigste Fehler: die Tortellini direkt in der Suppe gar kochen. Sie saugen dabei die Brühe auf, werden matschig, und die Suppe wird zu dick. Koche die Tortellini stattdessen separat in gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung, abtropfen lassen, und erst kurz vor dem Servieren in die fertige Suppe geben. So behalten sie ihre Struktur – und du kannst Reste von Suppe und Pasta getrennt aufbewahren.
Käse-Tortellini aus dem Tiefkühler gibt es bei Rewe, Edeka oder Lidl – 250 g reichen für 4 Portionen. Für die Tomatensuppe funktioniert jede Dosenversion (z. B. Heinz oder Eigenmarke). Getrocknete Tomaten in Öl aus dem Glas sind aromatischer als die trockene Variante. Wer keine Sahne möchte, ersetzt sie durch Crème fraîche – das gibt eine leicht säuerliche Note, die gut passt.
Cremige Tomaten-Tortellini-Suppe – fertig in 30 Minuten
4
Portionen10
minutes20
minutes420
kcal30
minutesZutaten
250 g Käse-Tortellini (tiefgekühlt)
1 Dose (400 ml) Tomatensuppe (fertig, z. B. Heinz)
500 ml Gemüsebrühe
200 ml Vollmilch
200 ml Sahne (30 % Fett)
60 g getrocknete Tomaten in Öl, grob gehackt
1 TL Zwiebelpulver
1 TL Knoblauchpulver
1 TL getrockneter Basilikum
0,5 TL Salz
50 g Parmesan, frisch gerieben, plus mehr zum Servieren
Zubereitung
- Tortellini separat kochen. Einen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Tortellini nach Packungsangabe garen – meistens 3 bis 5 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und sich leicht weich anfühlen, aber noch einen kleinen Widerstand beim Drücken bieten.
- Suppenbasis ansetzen. In einem großen Topf Tomatensuppe, Gemüsebrühe, Milch und Sahne bei mittlerer Hitze zusammenrühren. Häufig rühren – die Mischung darf nicht sprudelnd kochen, sonst trennt sich die Sahne.
- Getrocknete Tomaten und Gewürze einrühren. Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Basilikum, Salz und die gehackten getrockneten Tomaten in die heiße Suppe geben. Nach etwa 8 Minuten riecht die Suppe deutlich nach gerösteten Tomaten – das ist der Moment, an dem die Aromen aufgehen.
- Tortellini abtropfen lassen und zur Suppe geben. Die abgetropften Tortellini vorsichtig in den Topf heben. Nicht zu stark rühren – die Pasta bleibt so ganz.
- Parmesan einrühren und abschmecken. Den geriebenen Parmesan unter die heiße Suppe rühren, bis er vollständig geschmolzen ist. Die Suppe zieht sich leicht an der Rückseite eines Löffels – das zeigt, dass die Konsistenz stimmt. Beim Servieren nochmals Parmesan darüberstreuen.
Varianten
Wer es herzhafter mag, rührt zum Schluss 100 g gewürfelten Speck ein, den man vorher knusprig ausgelassen hat – das gibt einen rauchigen Kontrast zur Tomatensäure. Für eine vegane Version einfach Sahne durch Haferdrink-Cuisine ersetzen und Hefeflocken statt Parmesan verwenden.
Beilagen
Ein knuspriges Ciabatta oder Bauernbrot zum Eintunken ist das Naheliegendste und funktioniert immer. Ein einfacher grüner Salat mit Balsamico-Dressing bringt Frische dazu. Wer die Suppe als Starter serviert, reduziert die Portion auf 200 ml und reicht danach ein leichtes Hauptgericht.
FAQ
Kann ich die Suppe vorbereiten und aufwärmen?
Ja – aber bewahre die Tortellini separat auf. Die Brühe hält sich 3 Tage im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter. Beim Aufwärmen frische oder neu gekochte Tortellini dazugeben, damit sie nicht aufweichen.
Kann ich die Suppe einfrieren?
Die Suppenbasis ohne Tortellini lässt sich bis zu 2 Monate einfrieren. Pasta nie einfrieren – sie wird beim Auftauen grieselig und zerfällt in der Suppe.
Was kann ich statt Tomatensuppe aus der Dose verwenden?
400 g passierte Tomaten plus 1 TL Zucker und etwas mehr Salz ergeben eine gute Basis. Wer Zeit hat, kann auch selbst gemachte Tomatensoße verwenden – das verändert die Textur leicht und macht die Suppe etwas rustikaler. Ob das mit gerösteten frischen Tomaten noch besser schmeckt?