Tomaten-Burrata-Salat: endlich cremig und nicht wässrig
Du schneidest die Tomaten auf, legst die Burrata daneben – und nach fünf Minuten schwimmt alles in einem trüben, wässrigen See. Die Burrata verliert ihre Cremigkeit, die Tomaten schmecken nach nichts mehr, und das Ganze sieht aus wie ein Unfall auf dem Teller. Dabei ist genau dieser Salat einer der wenigen, bei dem zwei Zutaten für sich selbst sprechen könnten – wenn man sie nur lässt.
Dieses Rezept zeigt dir, wie du Tomaten und Burrata so vorbereitest, dass die Creme fest bleibt, der Teller trocken bleibt und jeder Bissen das Verhältnis von Säure, Salz und Fett stimmt. Keine Küchengeräte, keine seltenen Zutaten – fertig in unter 20 Minuten, und es funktioniert beim ersten Versuch.
Profi-Tipp
Der häufigste Fehler: Tomaten direkt nach dem Schneiden auf den Teller legen und sofort salzen. Das Salz zieht in Sekunden Wasser aus dem Fruchtfleisch – bis du servierst, ist der Teller überflutet. Besser: Tomatenscheiben 10 Minuten auf einem Gitterrost oder einem mit Küchenpapier ausgelegten Brett abtropfen lassen, erst dann würzen. So behalten sie Biss, die Burrata bleibt intakt, und das Dressing haftet statt zu schwimmen. Ich habe drei Versionen getestet – diese macht den größten Unterschied.
Burrata gibt es bei Rewe, Edeka und Aldi Süd im Kühlregal, meist in 125-g-Kugeln eingeschweißt. Greif zur Version mit mindestens 45 % Fett i. Tr. – die Stracciatella-Füllung bleibt dann cremig statt körnig. Wenn Burrata gerade nicht da ist, funktioniert ein guter Büffelmozzarella als Ersatz, auch wenn die Textur weniger fließend ist. Tomaten: reife Fleischtomaten oder gemischte Cherrytomaten aus dem Regal – keine Gewächshaustomaten aus der Tüte.
Tomaten-Burrata-Salat: endlich cremig und nicht wässrig
2
Portionen15
minutes310
kcal10
minutes25
minutesZutaten
400 g reife Fleischtomaten (oder gemischte Cherrytomaten)
1 Kugel Burrata (125 g, mind. 45 % Fett i. Tr.)
2 EL hochwertiges Olivenöl extra vergine
1 TL Fleur de Sel oder grobes Meersalz
0.5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL weißer Balsamicoessig (alternativ: heller Weinessig)
6-8 Blätter frisches Basilikum
0.5 TL getrocknete Chiliflocken (optional)
Zubereitung
- Tomaten schneiden. Fleischtomaten in 0,8 cm dicke Scheiben schneiden, Cherrytomaten halbieren – gleichmäßige Dicke sorgt dafür, dass alle Stücke gleich viel Dressing aufnehmen.
- Abtropfen lassen. Tomatenstücke auf einem mit Küchenpapier belegten Brett ausbreiten und 10 Minuten ruhen lassen – das Papier saugt das Tomatenwasser auf, bevor es auf den Teller gelangt.
- Teller aufbauen. Tomaten leicht überlappend auf dem Teller anrichten, dann Olivenöl und Balsamico direkt darüber träufeln – in dieser Reihenfolge, damit das Öl als erste Schicht haftet.
- Burrata platzieren. Die Kugel aus dem Wasser nehmen, kurz abtupfen und mittig auf die Tomaten setzen – sie sollte Zimmertemperatur haben, sonst schmeckt die Füllung nach nichts.
- Aufschneiden. Mit einem Messer die Burrata oben einritzen und leicht auseinanderdrücken – die Stracciatella-Füllung fließt langsam heraus, matt-weiß und dickflüssig wie Sahne kurz vor dem Steifschlagen.
- Würzen und servieren. Fleur de Sel, Pfeffer und Basilikumblätter direkt vor dem Servieren aufstreuen – Salz früher aufzutragen würde die Burrata zum Weinen bringen.
Varianten
Für eine würzigere Note: geröstete Pinienkerne und ein Hauch Chiliflocken über die fertige Burrata streuen – der Röstgeruch der Kerne hebt die Süße der Tomaten. Wer keine frischen Tomaten findet: halbierte, ofengetrocknete Tomaten aus dem Glas (gut abgetropft) funktionieren im Winter genauso gut und bringen mehr Tiefe.
Beilagen
Geröstetes Sauerteigbrot passt ideal dazu – damit lässt sich die Burrata-Creme vom Teller aufnehmen, ohne einen Tropfen zu verschwenden. Ein Glas trockener Weißwein mit etwas Säure, etwa ein Grüner Veltliner, schneidet das Fett der Burrata sauber durch. Als leichter Auftakt vor einem Pasta-Gericht macht dieser Salat auch als Vorspeise eine klare Figur.
FAQ
Kann ich den Salat vorbereiten und erst später servieren?
Die Tomaten kannst du bis zu einer Stunde vorher schneiden und abtropfen lassen. Die Burrata aber erst direkt vor dem Servieren aufschneiden – sobald die Füllung läuft, zählt jede Minute.
Muss die Burrata wirklich Zimmertemperatur haben?
Ja – kalte Burrata schmeckt nach fast nichts, weil Fettaromen erst ab etwa 18 °C freigesetzt werden. Nimm sie 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, das reicht.
Welches Olivenöl lohnt sich hier wirklich?
Da Olivenöl hier roh gegessen wird, macht die Qualität einen spürbaren Unterschied – ein leicht pfeffriges, grünes Öl aus der ersten Kaltpressung bringt eine Bitterkeit, die den Salat erst rund macht. Ob ein einfaches Supermarktöl dafür reicht oder ob sich ein Spezialitätenöl lohnt, hängt davon ab, wie viel Eigengeschmack du im Dressing willst.